Exkurse

2.3 Kleiner Exkurs in Bereiche verschiedenster „Nicht-Existenzen“
"Das Leben ließ mich tanzen. Ich kenne die Tänze. Aber ich weiß nicht, wer der Tänzer ist.1
Die Theorie des holonischen Charakters der Welt sagt ja im Prinzip aus, dass nicht Gegenstände oder Felder grundlegend sind, sondern allen „Gegenständen“ (materieller und nicht materieller Art) gemeinsame Eigenschaften und Relationen zu Grunde liegen wie eben Ganzes/Teil zu sein und sich in Holarchien zu organisieren.
Zu ähnlichen Ideen ist man nun durch Erkenntnisse in der Quantenphysik gekommen. Dort negiert man mehr und mehr, das Teilchen und Felder die Grundbausteine der Welt sein sollen, ja, zum Teil geht man so weit zu behaupten, dass es gar keine Teilchen oder Felder gibt, sondern nur noch Relationen, die dann zu Teilchen und Feldern führen:
„Sowohl in der Teilchen- wie in der Feldinterpretation der Quantenphysik werden die vertrauten Begriffe »Teilchen« und »Feld« derart weit gefasst, dass sich allmählich die Meinung durchsetzt, die Welt könnte aus etwas ganz anderem bestehen.„2
oder auch:
„Immer mehr Leute glauben heute, dass es in Wirklichkeit nicht auf Dinge ankommt, sondern auf die Beziehungen zwischen ihnen. Dieser Standpunkt, der so genannte Strukturenrealismus, bricht mit herkömmlichen atomistischen Konzepten der materiellen Welt noch radikaler als alle ontologischen Varianten von Teilchen und Feldern.“3
Man kommt u.a. auf diese Idee, weil:
„Die Struktur der Welt, die ausdrückt, wie Dinge wechselwirken, ist der dauerhafteste Teil physikalischer Theorien. Neue Theorien können unsere Vorstellung von den Grundbausteinen der Welt umstürzen, aber oft bewahren sie die Strukturen“4
Im selben Artikel, aus dem diese Zitate sind, wird noch eine weitere Theorie mit ähnlicher Stoßrichtung vorgestellt:
„Was wir ein Elektron nennen, ist eigentlich ein Bündel aus verschiedenen Tropen[5]: drei feste Wesenseigenschaften (Masse, Ladung und Spin) sowie zahlreiche wandelbare nichtwesentliche Eigenschaften, die sich auf Wahrscheinlichkeiten für Ort und Geschwindigkeit beziehen. Zum Beispiel sagt die Theorie voraus, dass Elementarteilchen spontan entstehen und vergehen können. Obwohl im Vakuum die mittlere Anzahl der Teilchen null ist, wimmelt es von Aktivität. Unentwegt finden unzählige Prozesse statt, bei denen alle möglichen Teilchen erzeugt und sofort wieder vernichtet werden.“6
Je mehr wir uns in die Strukturen des Universums „hinein bohren“ desto weniger offenbart sich eine Welt, die jener Entspricht, aus der wir unsere Alltagserfahrungen beziehen. Dies gilt nicht nur für die oben genannten Ideen, die etwas wie Materie, Zeit,7 Ort etc. negieren, sondern auch für unsere Empfindungen eines Ichs, eines handelnden Bewusstseins, für unsere Weltwahrnehmung8
Ich bin natürlich völliger Laie, was etwa die Quantenphysik betrifft und kann daher nichts substantielles zu den obigen Ideen selbst sagen,9 doch scheint die Stoßrichtung deutlich zu sein:
Die Welt entspricht auf verschiedensten Ebenen nicht unserer spontanen Meinung von ihr.10
Die modernen Wissenschaften bringen uns ganz NEUE Welten (innere wie äußere) und verändern damit fundamental unsere Weltsicht, unser Weltbegreifen (wenn auch nicht unsere Welterfahrung, denn die muss notwendigerweise die sein, die uns unsere evolutionsbedingten Fähigkeiten und Beschränkungen quasi vorschreiben).11
Waren es früher Götter, die eigentlich unbegreiflich waren, aber mit menschlichen Worten beschrieben werden mussten, so sind es heute Quantenprozesse und Urknall, feuernde Neuronen und damit einhergehendes Bewusstsein, die nicht mehr mit alltagstauglicher Sprache zu vermitteln sind.
Und doch gab es schon vor 2500 Jahren einen, der (zumindest für das Bewusstsein, aber evtl. auch darüber hinaus) erstaunlich ähnliches formuliert hat: Siddharta Gautama Buddha.
Diese Ansicht von Bewusstsein und Selbst wird „Anatta“ genannt, was so viel wie: „Nicht-Selbst bedeutet.
„Die buddhistische Lehre von Anatta (Pāli) bezeichnet das Nichtvorhandensein eines permanenten und unveränderlichen Selbsts, eines festen Wesenskernes oder einer Seele (Atta bedeutet „das Angenommene“). Was normalerweise als „Selbst“ betrachtet wird, ist demnach eine Ansammlung von sich konstant verändernden, physischen und psychischen Bestandteilen („Skandhas“)“12
Bloß Leiden gibt es, doch kein Leidender ist da.
Bloß Taten gibt es, doch kein Täter findet sich.
Erlösung gibt es, doch nicht den erlösten Mann.
Den Pfad gibt es, doch keinen Wand'rer sieht man da.
Von Dauer, Schönheit, Glück, Persönlichkeit
Ist leer die erste und die zweite Wahrheit,
Von Ichheit leer das todlose Gebiet,
Und ohne Dauer, Glück und Ich der Pfad.13
Als kleines Bonmot sozusagen möchte ich anmerken, dass die Deutsche Sprache diesen Gedanken ebenfalls widerspiegelt, in dem es ihr durchaus möglich ist, mich als Besitzenden von allem Möglichen zu definieren (mein Arm, meine Gedanken, meine Gefühle, meine Schmerzen, mein Ich, mein Bewusstsein, mein Körper, mein Geist u.s.w. ad infinitum) aber völlig unfähig ist, den Besitzenden zu benennen, denn wenn alles mir gehören kann, was soll dann noch ich sein?
Bloß Besitz gibt es, doch kein Besitzender ist da, könnte man kolportierend sagen.
Wenn es nun aber einem Buddha durch reine Introspektion möglich war, sich solchermaßen aus der gewöhnlichen Alltagswahrnehmung heraus zu begeben, dass er Erkenntnisse hat, die die modernen Natur- und Geisteswissenschaften erst langsam zu erfahren beginnen,14 dann muss man doch annehmen, dass es mehr als einen Weg zum Begreifen der Welt gibt. Es ist über die Maßen faszinierend, dass der menschliche Geist anscheinend eben doch ein gutes Stück weit hinter jene Leinwand schauen kann, auf der sich für ihn die Welt abspielt OHNE DASS ER NORMALERWEISE DIESE LEINWAND WAHRNEHMEN KANN. Normalerweise! Thomas Metzinger nennt diese „Leinwand“ den Bewusstseins-Tunnel, in dem wir (und alle höher organisierten Tiere) quasi gefangen sind. Und wir Menschen setzen noch eins drauf:
„Ein Ego-Tunnel ist ein Bewusstseins-Tunnel, der die zusätzliche Eigenschaft entwickelt hat, eine stabile Erste-Person-Perspektive zu erzeugen, eine subjektive Sicht auf die Welt. Es ist ein Bewusstseins-Tunnel plus das Erscheinen eines phänomenalen Selbst.“ 15
Zwar erkennen er und sicher auch einige Wissenschaftler die Erkenntnisse Buddhas und anderer „Weisen“ durchaus an (es werden ja auch genügend neurologische und neurowissenschaftliche Untersuchungen an sog. „Langzeitmeditierenden“ mit entsprechenden Ergebnissen durchgeführt), doch fürchte ich, dass die Wissenschaften (zusammen mit der „Moderne“ an sich)43 letztendlich diesen anderen Weg nicht fördern, sondern, vielleicht ohne es zu wollen, unterdrücken werden. Wir steuern sicher auch hier – leider - auf eine Monokultur des Geistes zu.16
Ich bin überzeugt davon, dass Menschen, die man gemeinhin „Erleuchtete“ oder „Erlöste“ nennt, es geschafft haben mit Hilfe der von ihnen angewandten Techniken ihr Bewusstsein tatsächlich umfänglich umzustrukturieren.17
Auch Thomas Metzinger geht in diese Richtung, wenn er schreibt:
„Anscheinend verändert also wiederholte Meditationspraxis die Tiefenstruktur des Bewusstseins“18
Aber das ist nicht das eigentliche Thema dieses Exkurses. Vielmehr geht es ja um den Komplex, dass einerseits unser natürliches Empfinden der Welt wohl zwar effektiv ist (d.h. unser Überleben und die Reproduktion der Art sichert) andererseits aber fundamental falsch zu sein scheint und es zum Anderen besonderen Vertretern der Spezies Homo sapiens DOCH möglich war, auf dem Gebiet des Bewusstseins und der Wahrnehmung ein Stück weit hinter den Schleier zu schauen, der uns umgibt. Dies wird beides hier nur angerissen, doch eröffnen sich durch beide Erkenntnisse große Weiten, deren Implikationen wir noch gar nicht absehen können.
Zum Schluß noch ein Zitat, das beide Welten (die der Physik wie die des Bewusstseins ein Stück weit zusammenführen können, und das erneut unter der Ägide des Buddhismus, der nämlich sagt:
„… daß die Persönlichkeit des Menschen nur eine Erfahrungseinheit ohne essentiellen Kern ist. Die Frage nach dem Selbst ist für den Buddhismus bedeutungslos; der Buddhismus denkt nicht in Begriffen der Substanz und des Seins, sondern in Begriffen von Qualität und Geschehensprozessen. 1920
2.4.3 Einschub: Das große Phänomen der Emergenz
Erst einmal meine Definition:
Emergenz ist das unvorhergesehene Auftauchen von neuen Strukturen aus Vorgängerstrukturen. Diese neuen Strukturen haben nun nicht nur andere Eigenschaften als die Vorgängerstrukturen sondern diese neuen Eigenschaften sind auch nicht durch die Eigenschaften der Vorgängerstrukturen zu erklären oder aus ihnen abzuleiten.
Statt “Strukturen” kann man natürlich auch “Holons” sagen!
Einfaches Beispiel gefällig? Wenn die Umweltbedingungen stimmen verbinden sich Atome zu Molekülen (neue Strukturen aus Vorgängerstrukturen). Diese Moleküle aber haben gänzlich neue und andere Fähigkeiten und Eigenschaften, als die Atome, aus denen sie bestehen. Und diese Eigenschaften kann man nicht aus den Eigenschaften der Atome ableiten.
Nahe verwandt ist natürlich das altbekannte Diktum des Aristoteles: “Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile”.
Und nun die Definition aus Wikipedia:
"Die Emergenz entsteht in den meisten Fällen auf Basis der spontanen Selbstorganisation. Das Konzept der emergenten Selbstorganisation kann man folgendermaßen beschreiben:
Mehrere, viele oder sehr viele Elemente verbinden sich auf der Basis ihrer Wechselwirkungen, die meist nur zwischen den nächsten Nachbarn wirken, spontan zu Systemen mit bestimmten neuen Strukturen, Eigenschaften und Fähigkeiten. Der Grund dafür sind Rückkopplungen in den emergenten Prozessen und als deren Folge nichtlineare Abläufe und die Komplexität der Systeme."
Und weiter:
"Es gibt viele unterschiedliche Arten der emergenten Selbstorganisation in der unbelebten und der belebten Welt.[8] Bezogen auf den Energiehaushalt können emergente Prozesse sowohl im thermischen Gleichgewicht verlaufen, d. h. ohne Energieaustausch mit der Umgebung, als auch unter Abgabe (exotherm) oder Aufnahme von Energie (endotherm). Beispiele für die Selbstorganisation im thermischen Gleichgewicht sind die Entstehung der ferromagnetischen Ordnung und die Supraleitung. Beispiele für die Entstehung von mehr Ordnung ohne die Zufuhr von Energie sind die Bildung der leichteren Atomkerne (bis zum Nickel), die Entstehung der Atome aus Kernen und Elektronen, die Entwicklung der Sterne, die Wechsel der Aggregatzustände (kondensieren, erstarren) und exotherme chemische Reaktionen. Beispiele für die Entstehung von mehr Komplexität und Ordnung, die Energie von außen benötigt, sind die Bildung der schweren Atomkerne jenseits vom Nickel, Konvektionsmuster in erhitzten Flüssigkeiten, der Laser, endotherme chemische Reaktionen, und vor allem die Entstehung und Entwicklung des Lebens, die biologische Evolution, die geistigen Prozesse im Gehirn und die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft. Diese Prozesse sind nur weit entfernt vom thermischen Gleichgewicht und unter Zufuhr von Energie und/oder Materie möglich.
Die spontane Selbstorganisation ist in erster Linie ein zeitlicher Vorgang, ein Prozess, führt aber meist auch zu einer dauerhaften Struktur des dadurch entstandenen Systems. Es gibt Prozesse der Selbstorganisation, die so schnell verlaufen, dass für den Beobachter nur das Ergebnis, die geänderte Struktur, sichtbar wird. Dazu gehören beispielsweise viele exotherme chemische Reaktionen. Bei anderen Vorgängen kann für einen Beobachter der zeitliche Verlauf im Vordergrund stehen, beispielsweise bei der Entwicklung des Lebens. Selbstorganisierte Systeme sind in der Regel selbst wieder Elemente der Selbstorganisation und können weitere übergeordnete Systeme bilden. Dadurch ergibt sich schließlich eine Hierarchie von selbstorganisierten Systemen, aus der unsere Welt aufgebaut ist. Auf diese Weise verursachen die emergenten Prozesse selbstorganisiert die zunehmende Komplexität in der Entwicklung der Welt, sowohl in der unbelebten Natur als auch in der belebten Natur und in der Gesellschaft. Die emergente Selbstorganisation verbindet als durchgängiges Prinzip die materielle Welt mit der Welt des Geistes." 21
Und dieser letzte Satz “Die emergente Selbstorganisation verbindet als durchgängiges Prinzip die materielle Welt mit der Welt des Geistes.” ist es auch, weshalb dieses Phänomen so wichtig ist:
Es ist universell und findet auf jeder Holarchieebene statt, in jedem Weltbereich. Ja, es ist praktisch allgegenwärtig.
Laut der Definition aus Spektrum der Wissenschaft gilt auch folgendes:
"Der Emergenz verwandt ist der Begriff "Phasenübergang", womit der Übergang zwischen einer bereits bestehenden Struktur in eine neue gemeint ist (griech. phasis = Erscheinungsform), wobei grundsätzlich eine chaotische Phase durchlaufen werden muß."22
Und das führt uns ja direkt zu 2.2 An den Grenzen franzt es aus !
FUSSNOTEN:
1 Aus: Ursula K. Le Guin: Tehanu
2 Aus: Spektrum d. Wissenschaft Juli 2014 – Was ist real? von Meinard Kuhlmann.
3 Aus: Spektrum d. Wissenschaft Juli 2014 – Was ist real? von Meinard Kuhlmann.
4Aus: Spektrum d. Wissenschaft Juli 2014 – Was ist real? von Meinard Kuhlmann.
5„Die Vorstellung, Eigenschaften seien nicht Universalien, sondern Einzelheiten, unterscheidet sich von der traditionellen Auffassung; darum haben Philosophen für eine partikularisierte Eigenschaft den neuen Ausdruck »Trope« eingeführt“ ebenfalls aus: Spektrum d. Wissenschaft Juli 2014 – Was ist real? von Meinard Kuhlmann.
6 Aus: Spektrum d. Wissenschaft Juli 2014 – Was ist real? von Meinard Kuhlmann.
7 Siehe z.B. Bild der Wissenschaft 1/2008 - http://www.focus.de/wissen/bild-der-wissenschaft/tid-8332/physik_aid_229939.html
8 Siehe hierzu explizit: Thomas Metzinger „Der Ego Tunnel“ Piper 2014
9 Doch stellt sich in mir diesen Ansichten der Welt nichts entgegen!
10 Mir ist durchaus klar, dass ich hier zwei Folgerungen aus wissenschaftlichen Erkenntnissen, die aus sehr unterschiedlichen Bereichen kommen miteinander „vermenge“ oder ihre Ergebnisse subsumiere. Diesen Bereiche sind hier die Quantenphysik und da die Neurowissenschaften. Doch die Parallelen faszinieren, ebenso wie die Parallele mit den Buddhaworten und Gedanken.
11 Es ist uns eben nur möglich den kleinen Ausschnitt aus dem elektromagnetischen Spektrum wahrzunehmen, den uns unsere Augen vermitteln. Wir können eben nur Strukturen bestimmter Größenordnungen wahrnehmen (gleich, durch welche Sinne) und wir können eben nur unser Innenleben beobachten, aber nicht die Prozesse, die dazu im Gehirn ablaufen u.s.w.
12 Aus Wikipedia Artikel „Anatta“
13 ebenda. Darin Zitiert aus: http://www.palikanon.com/wtb/sacca.html letztlich also aus dem Palikanon
14Damit beziehe ich mich natürlich auf das. was die Neurowissenschaften und moderne Psychologie und Philosophie sagt – vor allem zu Problemen wie Bewusstsein, Ichwahrnehmung, Egotunnel etc. aber nicht etwa auf die Quantenphysik, zu der Buddha sicher nichts zu sagen hatte.
15 Thomas Metzinger „Der Ego Tunnel“ Piper 2014 S. 30
16 Damit beziehe ich mich natürlich auf das. was die Neurowissenschaften und moderne Psychologie und Philosophie sagt – vor allem zu Problemen wie Bewusstsein, Ichwahrnehmung, Egotunnel etc. aber nicht etwa auf die Quantenphysik, zu der Buddha sicher nichts zu sagen hatte.
117 Es ist da eine „Kolonisation des Geistes“ im Gange, die die Weltsicht der Moderne (der Aufklärung) überallhin transportiert und andere Weltsichten marginalisiert. Und mit jeder festgelegten Weltsicht gehen Möglichkeiten anderer Weltsichten verloren. Auch ich bin ja ein Vertreter dieser Moderne, dieser Aufklärung. Aber zumindest möchte ich das Wissen um diese Art der Kolonisation nicht verdrängen oder rationalisieren.
18 Und hier darf man nicht von Umprogrammieren sprechen, weil das ein gänzlich falscher Terminus wäre.
Der Gedanke ist übrigens gar nicht so spektakulär, strukturieren wir doch alle unser Gehirn ständig neu um, z.B. wenn wir irgendwann anfangen intensiv Klavier zu lernen. Auch strukturiert sich das Gehirn oft genug quasi selbst um, z.B. nach heftigen Hirnverletzungen. Hier möchte ich nur an den Fall von …. (?) erinnern, dem tatsächlich die Hälfte des Gehirns herausoperiert wurde und dessen verbleibende Hälfte praktisch die gesamten Aufgaben eines vollständigen Gehirns übernommen hat, so dass …. sogar Autofahren lernen konnte. Allerdings müssen wohl jene Umstrukturierungen die ein „Buddha“-Gehirn durchmachen muß sehr tiefgehend sein, wohl in Bereiche hinein, die dem allergrößten Teil der Menschheit nicht zugänglich sind. Doch wissen wir ja von Jogis z.B. dass sie durchaus durch geeignete Techniken in Körperbereiche vordringen können, die normalerweise nicht zugänglich sind, wie etwa Regelung des sog. Parasympathikus etc. (?)
46 Aus: Thomas Metzinger „Der Ego Tunnel“ Piper 2014 S. 59
19Hier erklärt Schumann einen buddh. Text, in dem Buddha die Antwort auf die Frage verweigert, ob es ein Selbst gibt, weil Bejahung wie Verneinung den Frager in die falsche Richtung locken würden.
20 Hans Wolfgang Schumann „Buddhismus“ Franke Verlag 1963 S.29 / Hervorhebung durch mich, um den Teil des Zitates hervorzuheben, der sich durchaus auch auf den physikalischen Bereich des Seins, d.h. den Anfang des Exkurses, beziehen könnte!
21 Aus: Wikipediaartikel https://de.wikipedia.org/wiki/Emergenz
22 Aus: https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/emergenz/4021